Über: Gemshorn
Das Gemshorn ist eine mittelalterliche Flöte, traditionell aus einem Tierhorn gefertigt, was ihr einen weichen, okarinaartigen Ton gibt. Dieses gedruckte hat einen konischen Korpus und einen separaten Kern. Wie bei historischen Gemshörnern hat der Kern außen eine offene Rille, die erst zum Windkanal wird, wenn er in die Buchse des Korpus gesteckt wird. Fenster und scharfe Kante (das Labium) sind sichtbar durch die Korpuswand geschnitten.
Der Kern muss also richtig herum hinein. Kleine Rippen an Kern und Korpus zeigen die Ausrichtung, und du richtest sie nach Augenmaß aus. Er sitzt ohne Kleber per Reibschluss, sodass du ihn zum Reinigen herausnehmen oder andere Windkanäle ausprobieren kannst. Eine Lage Malerkrepp dichtet Lecks an der Verbindung ab. Die Grifflöcher sind absichtlich klein (5 mm) gedruckt. Sie nach und nach aufreiben, beginnend mit dem Loch, das dem Mundstück am nächsten ist, und dabei immer wieder testen. Ein leichter Zug mit einer Nadelfeile über das Labium brachte einen hörbaren Unterschied. Die Tonhöhe hängt vom Volumen des Hohlraums ab; rechne also damit, nach Gehör zu stimmen. Der Designer merkt an, dass das Alt kürzer als ein gekauftes ist und sein Tonumfang daher nur ungefähr stimmt. Die OpenSCAD-Dateien wurden mit KI-Unterstützung entwickelt.
Was du brauchst
Gedruckte Teile
- Korpus und passender Kern (Sopran oder Alt; nicht austauschbar)
Zu kaufende Teile
- Optional: Malerkrepp zum Abdichten der Verbindung
Werkzeug
- Eine Reibahle oder Bohrer zum Aufweiten der Grifflöcher
- Eine kleine flache Nadelfeile für das Labium
- Ein Stimmgerät
Bauablauf im Überblick
Druckeinstellungen
- Material: PLA
- Ausrichtung: Korpus aufrecht stehend; Kern aufrecht
- Stützen: Keine